Krefelder-Trio

Informationen

für Rollerfahrer und die, die es werden wollen

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Das Marshallsystem

Das Marshallsystem hat zwei Tourguides, die die Tour kennen. Der eine fährt vorne als Erster, der andere als letzter der Truppe. Hinter dem ersten fahren alle anderen Tourmitglieder. Überholen innerhalb der Gruppe ist verboten, außer am gesetzten Marshall vorbeizufahren..

Sowie die Tour eine Abbiegung erreicht, weist der vordere Tourguide mit Handzeichen den hinter ihm fahrenden Motorradfahrer (Marshall) an, sich in Fahrtrichtung, sichtbar für die anderen Tourmitglieder, an den Straßenrand zu stellen. Der Tourguide fährt weiter, alle anderen Tourmitglieder folgen ihm. Nachdem alle Tourmitglieder die Abbiegung passiert haben, reiht sich der "Marshall" vor dem letzten Tourguide wieder ein.

Somit wird erreicht, dass an jeder Abbiegung ein Marshall steht, es kann also nicht falsch gefahren werden, die Tourmitglieder brauchen keine Angst haben, den Anschluß zu verlieren. Es muß damit auch nicht zwanghaft überholt werden um den Anschluß nicht zu verpassen, da ich als Tourmitglied weiß, daß ja an der nächsten Abbiegung ein Marshall stehen muß, der mit seinem Vorderrad in die Fahrtrichtung zeigt.

Bei einer Panne meines Hintermannes bleibe ich einfach stehen. Irgenwann merkt mein Vordermann das ich fehle, also bleibt er auch stehen. Dies fortgesetzt merkt der Tourguide dass ihm keiner folgt und bleibt ebenfalls stehen (er kann ja nicht abbiegen, da er keinen Marshall hinter sich hat). Entweder wartet er nun bis die Truppe wieder komplett ist oder aber er fährt zurück und sammelt die Leute wieder ein, bis er beim Pannenfahrzeug ist, hinter dem ja alle anderen gewartet haben. Dieser Fall sollte vor der Tour vereinbart werden.

Das Marshall System wirkt nach folgendem Prinzip.

Der Tourguide wird an jeder Abbiegung, Kreuzung oder Kreisverkehr den jeweils hinter ihm befindlichen Fahrer auffordern den ihm folgenden Fahrern die weitere Richtung anzuzeigen. Dieser Marshall wartet nun an der vom Tourguide angegebenen Position bis der Lumpensammler kommt und ordnet sich dann vor diesem wieder ein. Zum Anzeigen der Richtung wird vor der Abbiegung /Kreuzung angehalten und mit Blinker oder Handzeichen den Nachfolgenden die Richtung angezeigt.
Der Marshall muss so halten, daß er nicht zu übersehen ist, aber auch nicht durch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden kann.

Wo kein Posten (Marshall) steht, wird immer der Vorfahrtsstrasse gefolgt !
 

Der Tour Guide bleibt immer der erste Fahrer und fährt möglichst in der Fahrbahnmitte um gut gesehen zu werden. Alle Mitfahrer ordnen sich versetzt Rechts und Links auf der Fahrbahn ein. Diese Position ist bis zur nächsten Pause verbindlich. Es wird nicht überholt.Der Sicherheitsabstand gilt jeweils zum Vordermann der eigenen Spur, also 3 zu 1 oder 4 zu 2. usw. Es reicht in der Regel ein Abstand von ca. 10-15m. Jeder richtet sich nach seinem Vordermann. Die Gruppe kann sich ruhig auseinander ziehen.(nicht auf den Hintermann warten!)
Der Tour-Guide wird sobald zu weite Lücken entstehen (weniger als 3- 4 Fahrer sichtbar) einen Stop einlegen, damit alle wieder aufschließen können.
Wenn an einer roten Ampel der Tour-Guide hält, schließen alle Weiteren eng auf. Dieses ist erforderlich um möglichst gemeinsam weiterfahren zu können. z.B. Beispiel: Tour Guide blinkt rechts und zeigt die Halteposition für den Marshall an. Beim Linksabbiegen kann das vor und hinter der Abbiegung sein.
Wenn die Querstraße gut einsehbar ist, dann ist es für den Marshall hinter der Abbiegung. Der Marshall bleibt am Straßenrande stehen und zeigt die Richtung allen Anderen durch Handzeichen oder Blinker. Die nachfolgenden Mopped Fahrer folgen möglichst zügig dem Tour-Guide. Im Kreisverkehr darf man nicht stehen bleiben, aber kurz hinter der Ausfahrt zur neuen Richtung ist man immer gut zu sehen.

 

Im Falle eines defekten Moppeds oder Unfall:
Falls ein Fahrzeug ausfällt, hält der nachfolgende Mitfahrer an und leistet Hilfe. Bei einem Unfall ggf. auch mehrere Mitfahrer. Alle weiteren Teilnehmer fahren weiter. Sie informieren die auf der weiteren Strecke stehenden Marshall's, damit diese sich auf eine längere Wartezeit einrichten können. Die Fahrer erreichen dann die Restgruppe mit dem TourGuide, da diese bereits angehalten haben.

Wichtig.
Die Marshall's bleiben solange stehen, bis sie von dem Schlussmann wieder erreicht wurden. Der Schlußmann informiert bei Pannen den Tourguide per Handy oder Funk. Weitere Maßnahmen werden besprochen, erst dann fährt der Schlußmann weiter, um die wartenden Marshall's wieder an die Gruppe zu führen.


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18. Mai 2009

Motorradfahren in Österreich

 

Motorradfahrer haben in Österreich Verbandszeug mitzuführen.
Der Inhalt muss staubdicht verpackt und zur Wundversorgung geeignet sein (es muss sich also nicht um einen großen Pkw-Verbandskasten handeln).
Zu knapp an stehenden Kolonnen vorbeischlängelnde Motorradfahrer, Autofahrer, die Biker nicht vorbeifahren lassen wollen: Das sind Bilder, die Experten nicht gerne sehen.
"Rücksichtnahme hat für beide Verkehrsteilnehmergruppen Vorteile, beschleunigt den Verkehr und kann Geldstrafen verhindern", meint ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka.
Damit erst gar kein Streit aufkommt, hat der Club die wichtigsten Sonderbestimmungen für Motorrad-Fahrer zusammengestellt. So darf ein Biker an stehenden Kolonnen vor Kreuzungen, Baustellen oder im Stau vorbeifahren, wenn ausreichend Platz vorhanden ist und er abbiegende Fahrzeuge nicht behindert. Die Club-Experten empfehlen mindestens 1,40 Meter Sicherheitsabstand.
Für Biker strikt zu beachten ist das Verkehrszeichen "Überholverbot". Ein Motorrad darf zwar überholt werden, aber nicht selbst ein mehrspuriges Fahrzeug überholen.
Fährt der Lkw noch so langsam und weit rechts, ein Überholen kann teuer kommen: Strafen bis zu mehreren 100 Euro und die Entziehung der Lenkberechtigung drohen.
In Städten ist es wichtig zu wissen, dass Busspuren von Motorrädern nicht befahren werden dürfen, es sei denn, eine Ausnahme ist beschildert.
Im Unterschied zum Autofahrer kommt den Biker das Parken günstig: Er muss in Kurzparkzonen keine Gebühr entrichten. "Ebenfalls nicht vergessen sollten Biker, auch bei Tag immer mit Abblendlicht zu fahren. Gesehen werden ist für einen Moped oder Motorradfahrer lebenswichtig", sagt Zelenka. Miteinander: Egal ob man die "Freiheit auf zwei Rädern" oder den "Komfort auf vier Rädern" genießt, ein freundliches Miteinander und das Unterlassen von Provokationen trägt zur Klimaverbesserung und Unfallvermeidung bei.
Dass viele Autofahrer auch Motorrad fahren und umgekehrt, sollte das
partnerschaftliche Verhalten im Straßenverkehr noch verstärken.

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Kolonne fahren
 
Regeln für das Fahren in einer Rollergruppe

Jeder Fahrer hat dafür zu Sorgen dass sein Roller vor Antritt der Fahrt voll getankt sowie in einem technisch einwandfreien Zustand ist.

Jeder fährt für sich selbst verantwortlich!
Er hat so zu fahren wie es seinem Können entspricht und mit dem geringst möglichen Risiko für sich und die Gruppe.

Dies ist eine Ausfahrt und kein Straßenrennen!
Die Gruppe bleibt zusammen und der Erste vorne (in der Regel der Roadcaptain) bestimmt das Tempo.

Der Roadcaptain wählt eine Geschwindigkeit so dass jeder in der Gruppe ohne Probleme mitfahren kann. Nicht so erfahrene Fahrer(innen) fahren möglichst weit vorne in der Gruppe.

In folgender Reihenfolge wird in der Gruppe gefahren:
+ Roadcaptain
+ Evtl. 1 oder 2 Blocker (ob dies notwendig ist bestimmt vor
   Antritt der Fahrt der Roadcaptain) Die Blocker tragen zur
   eigenen Sicherheit eine Warnweste.
+ Die unerfahrenen Fahrer(innen)
+ Alle anderen Mitglieder der Gruppe
+ Schlußfahrer der Gruppe  Der Schlußfahrer trägt zur eigenen
   Sicherheit eine Warnweste mit der Rückenaufschrift
   „Rollerkolonne". (ob dies notwendig ist bestimmt vor Antritt der
   Fahrt der Roadcaptain)

Auf ausreichend breiten Straßen (Autobahnen, Bundesstraßen und evtl. in derStadt) wird in der Gruppe versetzt gefahren. Üblich sind die folgenden Angaben:
ca. 1 Rollerlänge zum schräg- und ca. 3 Rollerlängen zum gerade Vorausfahrenden Abstand.
Wird angehalten, dann halten immer zwei Roller nebeneinander.
Auf schmalen Straßen wo dies nicht möglich ist wird hintereinander gefahren, wobei aber unbedingt auf größeren Sicherheitsabstand zu achten ist. Der Abstand sollte aber nicht so groß sein, so dass die Gruppe auseinander gerissen wird.

Wenn vom Roadcaptain... Blocker eingesetzt werden so hat dieser sich vor der Fahrt mit den Blockern abzusprechen, wann und wie abgeblockt wird. Die Blocker sperren z.B. beim Abbiegen solange die Straße bis die ganze Gruppe bei Ihnen vorbei ist.
Sollte Gefahr für die Blocker bestehen (z.B. nicht bremsende Autos) so ist der Block sofort aufzuheben und die Fahrbahn freizumachen.
ACHTUNG: Durch Blocker gesperrte Straßen entbinden den Biker nicht sich davon zu überzeugen dass er in die Straße einfahren kann !!!!
Nach auflösen des Blocks haben die Blocker sich möglichst schnell wieder vorne in der Gruppe einzuordnen. Die Biker in der Gruppe haben den Blockern das Überholen so leicht wie möglich zu machen.

Innerhalb der Gruppe wird während der Fahrt nicht überholt! Solltet Ihr in einer anderen Position fahren wollen so wartet ab bis zur nächsten Rast und ordnet Euch innerhalb der Gruppe neu ein.
In der Gruppe überholen dürfen nur die Blocker sowie der Schlussfahrer um dem Roadcaptain irgendeine Panne in der Gruppe zu melden. Auch der Roadcaptain kann sich ganz am rechten Fahrbahnrand zurückfallen lassen um irgendwas in der Gruppe zu überprüfen. In dem Fall zeigt er den hinter sich fahrenden Bikern durch Handzeichen an dass diese Überholen sollen. In dem Moment übernimmt einer der Blocker die Gruppenführung. Wenn der Roadcaptain wieder zur Gruppenspitze vorfährt so ist ihm das Überhohlen durch die anderen Biker in der Gruppe so leicht wie möglich zu machen.

Jeder achtet auf seinen Hintermann! Sollte dieser von der Gruppe getrennt werden (z.B. durch eine rote Ampel) so hat er durch hupen und verlangsamen der Geschwindigkeit (evtl. bis zum Stillstand) die Biker der vor ihm fahrenden Gruppe darauf aufmerksam zu machen.
Wenn dies jeder beachtet wird die Gruppe nicht auseinander gerissen.

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